Glossar
Glossar
Das Glossar erklärt kurz und ohne Fachjargon die Begriffe, die in den Beiträgen des Nachschlagewerks vorkommen. Die Definitionen sind bewusst vereinfacht: Sie sollen bei der Gartenpflege helfen, nicht ein Lehrbuch der Bodenkunde ersetzen.
Das Wort „Humus“ klingt wissenschaftlich, steht aber für etwas Einfaches: das, was aus Blättern und Wurzeln wird, wenn der Boden lebt.
Zusammensetzung
- Humus
- Dunkle organische Substanz, die entsteht, wenn Bodenlebewesen pflanzliche und tierische Reste umsetzen. Hält Wasser und Nährstoffe und färbt den Boden dunkel.
- Bodenart
- Das Verhältnis von Teilchen verschiedener Größe im Boden: Sand, Schluff und Ton. Danach unterscheidet man Sand-, lehmige Sand-, Lehm- und Tonböden.
- Bodengefüge
- Die Fähigkeit des Bodens, Krümel zu bilden, zwischen denen Poren für Wasser und Luft bleiben. Ein gutes Gefüge ist locker und krümelig, ein schlechtes staubig oder dicht verbacken.
- Bodenlebewesen
- Bakterien, Pilze, Einzeller, Würmer, Insekten und andere Bewohner des Bodens. Sie setzen organische Substanz um, legen Gänge an und tragen wesentlich zur Fruchtbarkeit bei.
Eigenschaften
- pH-Wert
- Kennzahl für die Bodensäure: 7 ist neutral, unter 7 sauer, über 7 alkalisch.
- Bodensäure
- Bodeneigenschaft, von der abhängt, wie gut Pflanzen an Nährstoffe kommen. Manche Kulturen wachsen besser auf schwach saurem, andere auf neutralem Boden.
- Versalzung
- Anreicherung löslicher Salze in der obersten Bodenschicht. Zeigt sich als weißlicher Belag an der Oberfläche und kümmerndes Wachstum; hängt oft mit ungünstigem Gießen und zu viel Dünger zusammen.
- Verdichtung
- Verlust der Lockerheit, wenn die Poren zusammengedrückt sind und Luft fehlt. Entsteht durch Betreten oder Befahren nasser Erde; nach Regen steht das Wasser lange an der Oberfläche.
Pflegemaßnahmen
- Kompost
- Organischer Dünger und Bodenverbesserer, der bei der Zersetzung von Pflanzenresten in einem Haufen oder Behälter entsteht.
- Mulch
- Eine Materialschicht auf der Bodenoberfläche: Stroh, Laub, Gras, Rinde, Kompost. Bewahrt Feuchtigkeit, hält Unkraut zurück und schützt vor Verkrustung und Auswaschung.
- Gründüngung
- Pflanzen, die zur Verbesserung des Bodens angebaut werden: Sie lockern ihn mit ihren Wurzeln und füllen nach dem Schnitt den Vorrat an organischer Substanz auf.
- Fruchtfolge
- Der jährliche Wechsel der Kulturen auf einem Beet, damit verwandte Pflanzen nicht zu bald an ihren alten Platz zurückkehren.
- Kalkung
- Ausbringen kalkhaltiger Stoffe, um die Bodensäure zu verringern. Erfolgt nach einer Messung; die Menge hängt vom Boden ab und steht in der Gebrauchsanweisung des Mittels.
Wo diese Begriffe vorkommen
- Praxis
Kompost anlegen, ohne dass er fault: Schritte, Fehler, Checkliste. Dazu der Katalog der Beiträge.
- Fragen
Kurze Antworten zu Zusammensetzung und Bodenart, Kompost, Mulch, Gründüngung, Bodensäure und Dünger.
- Lesepfade
Lesepfade: die erste Saison im Garten, schwerer Lehm und Ton, Sand, der kein Wasser hält.
- Bereiche
Vier Themen: Zusammensetzung und Bodenarten, Fruchtbarkeit und organische Substanz, Wasser und Luft im Boden, Bodenprobleme.
- Boden am Wochenende (auf Russisch)
Hinweis zur alten Adresse und Merkblatt: wie Sie an einem Wochenende herausfinden, welchen Boden Ihr Garten hat.
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- Lesepfade
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Quellen
- W. W. Dokutschajew, „Der russische Tschernosem“ (1883)
- Lehrbücher und Nachschlagewerke der Bodenkunde
Der Beitrag gibt den allgemeinen Kenntnisstand der Bodenkunde zum Erstellungsdatum wieder. Jeder Garten hat seinen eigenen Boden. Vor größeren Änderungen in der Bodenpflege lohnt sich daher eine Bodenanalyse, und bei jedem Mittel, das Sie ausbringen möchten, sollten Sie die Gebrauchsanweisung sorgfältig lesen.